Nikaragua

Erfahrungsbericht Nr. 8 - Alex Wagner

 

 

Liebe interessierte Mitmenschen,

Wieder sitze ich vor dem Computer, um einen weiteren Bericht zu beginnen, plötzlich ist es schon der achte, und wieder, oder gerade diesmal gab es einiges an Neuerfahrung und wieder wird es mir nicht leicht fallen, das Erlernte bergreiflich zu machen. In diesem Bericht werde ich ausschließlich über die Mobile Schule berichten, zu der wir drei Wochen lang ein ausführliches Training erhielten und mit der wir nun täglich intensiv arbeiten, was unseren Zeitplan wiederum ein Bisschen auffüllt. Ich glaube ich werde einige Seiten brauchen um das Gelernte und Erlebte rüber zu bringen, daher steige ich ohne weitere Umschweife in die Beschreibung ein.

Das Centro und die Mobile Schule

An einem Mittwoch vor etwas mehr als einem Monat war es endlich soweit: Die komplette Centrobesatzung (Kristina, Chele, Aron, Ruth, Griselda und ich sowie vier weitere Helfer - Chino, Beyman und Noe (Schülerlehrer im Centro) sowie Panxo (ein Freund aus Guatemala, der im vorangegangenen Monat in vielen Sachen mit anpackte)) brach nach Matagalpa auf, um von zwei Mitgliedern des Vereines „Mobile School“ aus Belgien, in der richtigen Anwendung jenes Materiales zur Erziehung in der Straße unterrichtet zu werden. Ein Warte- und Vorbereitungsprozess, der weit über ein Jahr gedauert hatte, fand sein Ende.

Stichwort: Nikaragua

Erfahrungsbericht Nr. 7 – Alex Wagner

Liebe Leserinnen und Leser, liebe interessierte Mitmenschen,

neun Monate ein properes Leben, ohne Probleme aus dem Bereich des Magen-Darm-Traktes, und nun, da ich dachte schon eingewöhnt und gegen alles gewappnet zu sein, gibt mir ein fieser Parasit die Breitseite: Magenkrämpfe, Sodbrennen, Durchfall, und Übelkeit, mit dem unangenehmen Geschmack von Blut im Mund. Die Tablette, die mir die freundliche Ärztin verschrieben hat, die im „Centro de Salut“ (eine für jeden Menschen kostenfreie Poliklinik) kindlich über meinen ersten Parasitenbefall lachte, sollen binnen drei Tagen Abhilfe schaffen. Das klingt nicht so rosig, aber es hält mich doch immerhin von den vielen anderen Sachen ab, die ich immerzu machen könnte und möchte, fesselt mich ans Bett und bringt mich dazu meinen siebenten Erfahrungsbericht zu schreiben.
Es ist schon wieder einmal einiges an Zeit vergangen seit meiner letzten Nachricht und mir wird mehr und mehr klar, dass ich 12 Berichte wohl kaum werde schreiben können, für den Moment habe ich min Ziel auf 10 herunter geschraubt, ich hoffe ihr wisst, dass ich die Zeit nicht verfaulenzt habe … Plötzlich sind die Wochen schon abzählbar, am Dienstag fahren wir auf ein Training mit dem offiziellen Material der mobilen Schule (wovon ich ausgiebig im nächsten Bericht erzählen werde) wenn wir wieder richtig in den Alltag zurückkehren, dann bleiben schon nur noch sechs Wochen bis zum Ende meiner Dienstzeit. Ein Jahr zusammengeschrumpft auf die lächerliche Länge der deutschen Sommerferien. Inzwischen haben wir auch endlich den Regen wieder, und genießen es Kleidung und Geschirr wieder mit reichlich Wasser zu waschen und nicht nur mit dem zwingend nötigsten Tröpfchen, doch obwohl überall die Pflanzen sprießen ist die Feuchtigkeit noch trügerisch und lässt uns manchmal noch über eine Woche auf den nächsten Regen warten. Da sei auch erwähnt, dass dies nicht unbedingt normal für den Juni in Nicaragua ist, noch leiden wir keine außergewöhnliche Trockenzeit, aber es werden auch hier Stimmen über eine Veränderung des Klimas hörbar. Doch beginnen wir nun mit dem Bericht:

Stichwort: Nikaragua

Erfahrungsbericht Nr. 5 - Alex Wagner

Liebe Leserinnen und Leser, liebe interessierte Mitmenschen!


Ich glaube ich laufe Gefahr mich zu wiederholen, aber ich muss es doch sagen: Die Zeit vergeht wie im Flug. Eben sehe ich mich noch an meinem letzten Monatsbericht sitzen in welchem ich einen baldigen Nachfolgebericht versprach, nun ist das schon wieder mehr als einen Monat her und es wird zunehmend kompliziert die Ereignisse noch mit einiger Naehe zum Geschehen aufzuschreiben.
Waehrend also die Zeit so dahinfliegt und die verbleibende Zeit schon immer ueberschaubarer wird, wird es in Masaya mit jedem Tag trockener und heisser. War es noch im letzten Monat nachts so richtig zum Frieren kalt, bleibt es jetzt auch im Morgengrauen mild, und jetzt im Moment, es ist halb sieben und die Sonne ist gerade untergegangen, ist es noch richtig schwuel. All die Bereiche die ich bei meiner Ankunft in saftigem Gruen vorfand sind vertrocknet und der Staub ist einfach allgegenwärtig, auf der Strasse, im Centro im Haus im Bett, ich habe es aufgegeben meine Matratze immer wieder auszuschuetteln sie ist ja doch schon nach Stunden wieder im gleichen zustand wie zuvor. Doch natuerlich hat auch diese, etwas ermuedende Jahreszeit enorme Vorteile: Mangos, die nun spottbillig auf dem Markt und an zahlreichen Baeumen bei uns auf dem Grundstueck oder in benachbarten Fincas zu erbeuten sind, versuessen uns die Mittagshitze, aus unserem Garten haben wir bereits drei Stauden Bananen geerntet und die Schlaege aufs Dach von den vom Baum fallenden Avocados werden auch immer lauter, bald werden wir auch hier ernten koennen. Es ist erstaunlich wie die Natur gerade jetzt so viele herrliche Fruechte bringen kann. So nun aber endlich zur Sache, es
gibt ja genug aufzuholen:

 

Stichwort: Nikaragua

Erfahrungsbericht Nr. 6 – Alex Wagner

 

Liebe Leserin und lieber Leser!

 

Nein, die Zeit ist diesmal nicht schnell vergangen, es ist tatsächlich erst eine Woche her, dass ihr den letzten Bericht von mir erhieltet. Aber da ich nun für zwei Wochen auf mein Zwischenseminar fahre, welches nahe Masaya, mit allen 42 Zentralamerikafreiwilligen der Weltweiten Initiative stattfindet, wollte ich doch vorher noch einmal etwas von mir hören lassen, um dann bei meiner Rückkehr nicht schon wieder unter Schreibdruck zu stehen. Ich will in diesem Bericht ein wenig auf einige Erlebnisse außerhalb meiner unmittelbaren Projektarbeit eingehen, speziell auf mein Zusammentreffen und Zusammensein mit den „Huelepega“, den Kleberabhängigen Straßenkindern von Masaya. Der Bericht ist eine ziemliche Bleiwüste geworden und die wenigen Fotos die drin sind, sind eher so Spaßbilder die wir bei einem Besuch der Kids hier gemacht haben. Ich hoffe ihr habt dafür Verständnis, dass ich nicht so viel Lust hatte bei den Besuchen in dem im weiteren vorkommenden Projekt und auch bei meinen Begegnungen in der Straße die Kamera herauszuholen, ich hätte es irgendwie nicht übers Herz gebracht, mich so zum Zuschauer zu machen, fast zum Touristen.

Stichwort: Nikaragua

Inhalt abgleichen